Sachsen
Sachsen hat rund 4,0 Millionen Einwohner. Nächste Wahl: Landtagswahl Sachsen am 2. September 2029. Amtierend: Michael Kretschmer (CDU).
Sachsen zählt mit rund 4,03 Millionen Einwohnern zu den bevölkerungsreicheren ostdeutschen Flächenländern, verzeichnet jedoch seit 2015 einen Bevölkerungsrückgang von 1,4 %, der sich auch in einer überdurchschnittlich hohen Seniorenquote von 27,5 % widerspiegelt. Wirtschaftlich liegt das BIP je Einwohner mit knapp 41.716 € unter dem Bundesdurchschnitt, während die Arbeitslosenquote von 7,2 % zwar über dem gesamtdeutschen Schnitt, aber im ostdeutschen Vergleich im Mittelfeld rangiert. Auffällig ist, dass die AfD mit einer prognostizierten Wahrscheinlichkeit von rund 95 % als klarer Favorit für die Landtagswahl 2029 gilt – ein Befund, der sich nicht monokausal erklären lässt, sondern im Zusammenspiel von demografischem Wandel, vergleichsweise niedrigem Einkommensniveau, einem Ausländeranteil von 8,1 % und regionalen Umbruchserfahrungen seit der Wiedervereinigung betrachtet werden muss. Sachsen steht damit exemplarisch für die politische und sozioökonomische Sonderentwicklung ostdeutscher Bundesländer, in denen strukturelle Herausforderungen und ein gewachsenes Misstrauen gegenüber etablierten Parteien die politische Landschaft nachhaltig prägen.
Wahlen in diesem Land
Landtagswahl Sachsen · Landtagswahl
AfD ist in 94,5 % der 10.000 Simulationen stärkste Kraft.
Wahlkreis-Prognose zur Landtagswahl
Methodik: Mix-Swing (40 % additiv, 60 % proportional) auf den amtlichen Wahlkreis-Ergebnissen 2021; Erststimmen folgen dem Zweitstimmen-Swing unter Erhalt des örtlichen Stimmensplittings von 2021; 10.000 Monte-Carlo-Stichproben je Wahlkreis mit Partei-Korrelation, Personen-Effekt und der Unsicherheit der Landes-Prognose. Wahlkreiszuschnitt 2021 als Näherung für 2026. Details in der Methodik.
Bundestagswahlkreise
Bundestagswahlen seit 2013
Strukturdaten des Bundeslands
Kontext-Kennzahlen aus GENESIS-Online (Statistisches Bundesamt) und bwl_mini (Regionalstatistik) — wirtschaftliche, demographische und geographische Einordnung. Vergleichswerte ggü. Bundesdurchschnitt sind farbkodiert.